Leistungsspange

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes verleiht allen Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren, die sich mindestens 1 Jahr in der Gemeinschaft einer Jugendfeuerwehr bewährt und die geforderten Leistungen erbracht haben, als Dank und Anerkennung für diese Bereitschaft, ihre Dienstfreudigkeit und ihren Einsatz, die LEISTUNGSSPANGE DER DEUTSCHEN JUGENDFEUERWEHR.

Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr erfordert innerhalb der Gemeinschaft:

* gute persönliche Haltung und geordnetes und geschlossenes Auftreten,
* Schnelligkeit und Ausdauer,
* Körperstärke und Körpergewandtheit
* ausreichendes feuerwehrtechnisches und
* allgemeines Wissen und Können.

In allen Sparten wird eine erfolgversprechende Gemeinschaftsleistung der Gruppe gefordert, bei der der Stärkere dem Schwächeren hilft.

Die Bedingungen zum Erwerb der Leistungsspange sind:

* Auslegen einer Schlauchleitung als "Schnelligkeitsübung",
* Kugelstoßen,
* Staffellauf,
* Vortragen eines Löschangriffs sowie
* Beantwortung von Fragen.

Alle fünf Übungen müssen an einem Tag erfüllt werden.

Die Schnelligkeitsübung

Bei der Schnelligkeitsübung müssen unter dem Kommando des Gruppenführers 8 Längen C-Druckschlauch durch die Gruppe in einer Zeit von max. 75 Sekunden ausgelegt werden.

Die Leistung ist erreicht, wenn die Schlauchleitung ohne Verdrehung gut ausgezogen und vorschriftsmäßig, jeweils von 2 Mann gekuppelt, in der vorgeschriebenen Zeit verlegt worden ist.

Das Kugelstoßen

Die Leistung ist erbracht, wenn eine Kugel insgesamt 55 Meter weit gestoßen wurde. Dabei stößt jeder Angehörige einer Gruppe von der Stelle, wo die Kugel aufgetroffen ist. Die Angehörigen können auch immer von der selben Startlinie stoßen. In diesem Fall werden die Einzelwerte am Schluss addiert. Jungen stoßen mit einer 5-kg-Kugel, Mädchen mit einer 4-kg-Kugel. Mit dem letzten Stoß muß min. die 55-Meter-Marke erreicht werden.

Der Staffellauf

Beim Staffellauf kann die Strecke von 1.500 Metern in beliebige Teilstrecken unterteilt werden. Die 9 Gruppenangehörigen können daher gemäß ihrer Leistungsfähigkeit für längere oder kürzere Strecken eingeteilt werden. Jeder Läufer darf jedoch nur einmal eingesetzt werden. Als Stafette dient ein Staffelholz.

Der letzte Läufer muss zur Erfüllung der Leistung das Staffelholz spätestens nach 4 Minuten 10 Sekunden durch das Ziel tragen.

Der Löschangriff

Der Löschangriff wird ohne Wassergabe nach den Richtlinien der Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV 4) durchgeführt.

Folgende Bedingungen sind einzuhalten:

1. ohne Bereitstellung
2. Wasserentnahme offenes Gewässer
3. vier Saugschläuche
4. doppeltgerollte C-Schläuche
5. zügige Vornahme von 3 C-Rohren

Jede Gruppe legt das benötigte Gerät vor Beginn des Löschangriffs selbst neben der Tragkraftspritze bereit.

Die Fragenbeantwortung

Alle Angehörigen der Gruppe haben Fragen aus den folgenden Gebieten zu beantworten:

* Organisation
* Ausrüstung
* Geräte
* Löschmittel
* Löschverfahren der Feuerwehr
* Unfallverhütung
* Gesellschafts- und Jugendpolitik

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