Kreisfeuerwehrverband Gießen informiert: Gefahr für Wald- und Vegetationsbrände über Ostern

10.04.2020

Das hessische Umweltministerium warnte bereits am 08. April über die erhöhte Waldbrandgefahr. Wie sieht es im Landkreis Gießen über die Osterfeiertage aus und was können die Einwohner des Landkreises tun, um Vegetationsbrände zu verhindern? Der Kreisfeuerwehrverband Gießen klärt auf.

Die immer noch vorhandene Trockenheit der Böden in Verbindung mit den aktuell steigenden Temperaturen sorgen dafür, dass das Risiko für Wald- und Vegetationsbrände erhöht ist. Laut den Daten des Deutschen Wetterdienstes gilt in Hessen überwiegend mittelhohe Waldbrandgefahr. Michael Klier und Lothar Theis (Vorsitzender und stellv. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen) informieren über die aktuelle Lage im Landkreis Gießen über die kommenden Osterfeiertage.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berechnet laufend das Risiko für Brände in Wald- und Grasgebieten. Der sogenannte Graslandfeuerindex beschreibt laut DWD die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Er zeigt das witterungsbedingte Feuerrisiko in 5 Gefahrenstufen an. „Aktuell steht der Graslandfeuerindex im Landkreis Gießen bis Ostermontag überwiegend bei 4. Das bedeutet, die Brandgefahr ist beispielsweise im trockenen Feld oder Wiesen deutlich erhöht. Bitte berücksichtigen Sie das, wenn Sie beispielsweise ein Picknick veranstalten. Schon eine glimmende Zigarette kann einen großen Brand auslösen“, erklärt Michael Klier.

Der Waldbrandgefahrenindex des DWD beschreibt das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand. Auch er zeigt die Gefahr in 5 Gefahrenstufen an: 1 = sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr. „Der Waldbrandgefahrenindex im Landkreis Gießen ist über Ostern bei 3, d.h. er ist mittelhoch. Wir hatten es in den letzten Jahren immer wieder mit schweren Waldbränden zu tun. Kleine Unachtsamkeiten reichen aus, um trockene Wälder zu entzünden. Bitte beachten Sie, dass Rauchen im Wald generell nicht erlaubt ist“, so Lothar Theis.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sind Felder, Wälder und Wiesen beliebte Ausflugsziele, da alle anderen derzeit geschlossen sind. Auch Grillplätze sind derzeit geschlossen. Aus den Waldbrandstatistiken der vergangenen Jahre geht hervor, dass fahrlässiges Verhalten mit eine der Hauptursachen für aufkommende Waldbrände ist. Der Kreisfeuerwehrverband möchte aus diesem Grund über richtiges Verhalten aufklären und gibt folgende Tipps.

An Tagen anhaltender Trockenheit sollten Waldbesucher besonders aufmerksam sein und sofort reagieren, wenn der Ansatz eines Brandes entdeckt wird. Gleichzeitig warnt der Kreisfeuerwehrverband auch davor, beim Spaziergang durch den Wald selbst einen Brand zu verursachen. Bei offenem Feuer außerhalb des Waldes muss man einen Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand einhalten. Zudem werden alle Waldbesucher gebeten, die Zufahrtswege der Feuerwehr nicht mit den eigenen PKWs zu verstellen und Autos nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen. Bei Entdecken eines Brandes muss sofort die Feuerwehr alarmiert werden (Notruf 112). Die Leitstelle fragt dann nach präzisen Angaben zu Ort und Umfang des Brandes und sendet entsprechend Einsatzkräfte.

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