Retten – Löschen – Bergen – Schützen

Retten, Löschen, Bergen und Schützen: Das sind die vier Grundaufgaben der Feuerwehren, die seit jeher allen Menschen in Not gewährt werden, ungeachtet der Herkunft, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit der Brand- oder Unfallopfer. „Dazu gehören ganz aktuell selbstverständlich auch die vielen Menschen, die aus ihrem Heimatland geflohen sind, um bei uns Schutz zu suchen“, sagt Stefan Becker (stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen). So sind die Hilfsorganisationen und Feuerwehren fast täglich auch bei der
Flüchtlingshilfe praktisch aktiv. Aber diese Selbstverständlichkeit scheinen noch nicht alle Menschen verstanden zu haben, wie die jüngsten Vorfälle in Clausnitz und Bautzen gezeigt haben. Der Kreisfeuerwehrverband ist erschüttert über die Vorfälle dort. „Wir melden uns zu Wort, weil das Engagement der Hilfsorganisationen schon immer für alle da gewesen ist. Aber gerade in der aktuellen Zeit muss das in der Öffentlichkeit unterstrichen werden“, sagt Michael Weber (1. Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes e.V.)

Die Feuerwehren sind offen für Mitglieder aller Nationalitäten, genauso wie die Hilfeleistung durch die Feuerwehren Menschen aller Nationalitäten zustehen, wenn sie in Not geraten sind.

Die Vorfälle in Clausnitz und Bautzen zeigen aber auch erneut das Problem mit den Schaulustigen auf. Sie haben die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit massiv behindert, was unter Umständen fatale Folgen haben kann. „Am Einsatzort zählt jede Sekunde, um die Gefahren schnellst möglich unter Kontrolle zu bringen“, erklärt Frank Müller (Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes und Brandinspektor der Gemeinde Buseck). Oft werde zudem vergessen, dass sich die Feuerwehrfrauen und –männer selbst in gefährliche Situationen begeben, um die Hilfeleistung erbringen zu können. „Gaffer und Menschen, die unsere Arbeit behindern, können wir da nicht gebrauchen“, sagt Jens Richmann (Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes und Brandinspektor der Gemeinde Fernwald).

Aber nicht nur bei Brandeinsätzen sind Schaulustige schnell vor Ort. Auch bei Verkehrsunfällen auf den Straßen und insbesondere auf der Autobahn, führt das „Gaffen“ nicht selten zu Folgeunfällen. Das Bilden einer Rettungsgasse sei das erste, voran man zu denken habe, wenn man auf der Autobahn die Sirenen höre, erklärt Michael Weber. „Bitte denken Sie bei Ihrer nächsten Fahrt auf der Autobahn daran, dass Sie an einem Einsatzort flüssig weiterfahren und sich nicht durch das Beobachten der Einsatzstelle vom sicheren Autofahren ablenken lassen. Sie bringen damit sich und andere in Gefahr!“

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