Kreisfeuerwehrverband Gießen gibt Sicherheitstipps für die Laternenumzüge

Feuer anmelden, beaufsichtigen, kontrollieren / Laternen faszinieren Kinder

Vom kleinen Laternenmarsch der Kindergartengruppe bis hin zum überörtlich bekannten Martinsumzug mit musikalischer Begleitung und großem Martinsfeuer: Am 11. November, dem Martinstag und auch in der Woche danach, finden im Landkreis Gießen „feurige“ Veranstaltungen statt. Egal, ob Teelicht in der Laterne oder flackernde Flammen zum Abschluss – vor allem Kinder sind von Feuer fasziniert. Damit es nicht zu Unfällen kommt, gibt der Kreisfeuerwehrverband Gießen Sicherheitstipps für die Laternenumzüge.

Umgang mit Laternen

„Eine echte Kerze oder ein Teelicht in der Laterne sind toll – wenn das Kind vorher entsprechend gelernt hat, damit umzugehen“, erklärt Michael Klier (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrbandes Gießen e.V.). Hierzu gehört auch die passende Kleidung: Keine brennbaren Stoffe oder auch langen Haare direkt an der Flamme! Fängt eine Laterne Feuer, sollten Erwachsene in der Kindergruppe die Situation entschärfen: Auf nicht brennbarem Untergrund abgelegt, stellt die Laterne keine Gefahr mehr dar und kann ausbrennen.

Umgang mit offenem Feuer

Ist ein Martinsfeuer geplant, sind weitere Sicherheitstipps zu berücksichtigen. “Vergessen Sie nicht, Ihr Martinsfeuer bei der dafür örtlich zuständigen Behörde (häufig das Ordnungsamt) anzumelden – Sie vermeiden so einen ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen gebührenpflichtig ist“, weiß Stefan Becker (Leiter der Geschäftsstelle des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen). Verwenden Sie nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz. Denken Sie daran, das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, damit Ihr Martinsfeuer nicht zur Flammenfalle für Tiere wird. Halten Sie bei großen Feuern eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei. Der Sicherheitsabstand wegen Rauch und Hitze sollte mindestens 50 Meter zu Gebäuden und Bäumen und mindestens 100 Meter zu Straßen betragen. Windrichtung beachten! Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko! Offenes Feuer muss grundsätzlich beaufsichtigt werden. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie auf kleine Kinder auf. Sie unterliegen schnell der Faszination des Feuers und unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr.

Was tun, wenn es doch zu Zwischenfällen kommt?

Sollte es trotzdem zu Verletzungen kommen, kühlen Sie kleinere Verbrennungen sofort mit Wasser: Maximal zehn Minuten lang (Leitungswassertemperatur 10 bis 20 Grad Celsius). Bei großflächigen Verbrennungen und auf der Haut haftenden Substanzen sollte nur primär abgelöscht werden. Alarmieren Sie sofort den Notarzt über die Notrufnummer 112! Verlassen Sie als Veranstalter bzw. Zuständiger die Feuerstelle nur, wenn sie komplett erkaltet ist. Sollte Ihnen Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu alarmieren. Die Männer und Frauen in den Feuerwehren des Landkreises Gießen sind rund um die Uhr einsatzbereit, um in Not und Gefahr zu helfen.

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