Nur ein funktionierender Rauchmelder kann Leben retten

Kreisfeuerwehrverband Gießen informiert anlässlich des Rauchmeldertages am 13. April

 

Jährlich sterben rund 360 Menschen durch Wohnungsbrände. Die überwiegende Mehrheit der Brandtoten fällt nachts dem Feuer zum Opfer. Dabei sterben 95 % an den Folgen einer Rauchvergiftung – nicht am Feuer selbst. Rauchmelder haben sich als kleine Lebensretter bewährt. Sie schlagen Alarm, sobald Rauch registriert wird. Jedoch ist für viele der Umgang mit Rauchmeldern mit vielen Fragen verbunden und die Bedeutung des Geräts im Brandfall wird oft unterschätzt. Wie der Rauchmelder funktioniert und gepflegt werden kann, bleibt unklar. „Nach der Installation sind die wichtigsten Informationen über die Funktion des Rauchmelders oft nicht mehr präsent. Kein Wunder also, dass viele eine regelmäßige Pflege der Geräte gar nicht auf ihrem Radar haben“, sagt Michael Klier (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen e.V.). „Deshalb möchten wir den deutschlandweiten Rauchmeldertag am 13. April nutzen, um wichtige Informationen rund um den kleinen Lebensretter an der Decke zu vermitteln“, so Stefan Becker (Leiter der Geschäftsstelle des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen e.V.).

            Gesetzliche Vorschrift

Es gibt mittlerweile in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht für private Wohnräume. Die Hessische Bauordnung sieht vor, dass jeweils ein Rauchmelder im Schlafzimmer, Kinderzimmer und in Fluren, die auch als Rettungswege dienen, angebracht werden muss. Zudem empfiehlt der Kreisfeuerwehrverband Gießen die Installation von weiteren Rauchmeldern in Gemeinschaftsräumen und Wohnzimmern. Gesetzlich vorgeschrieben sind das CE-Kennzeichen und die DIN-Angabe EN 14604. Zusätzlich empfohlen wird die Auswahl eines Rauchmelders mit der Aufschrift „Q“. Diese Rauchmelder sind qualitativ hochwertiger und kosten ca. 25 Euro. Erhältlich sind sie in Elektro-, Fach- und Baumärkten sowie im Internet. Die hochwertige Qualität zeigt sich dadurch, dass sie weniger anfällig sind für Fehlalarme. Zudem enthält ein solcher Rauchmelder eine fest eingebaute Batterie mit einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahren. So entfällt der häufige Batteriewechsel.

            Die richtige Entscheidung treffen

„Vor der Anschaffung von neuen Rauchmeldern sollten Sie sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen, denn das Angebot und die Möglichkeiten sind heute vielfältig“, weiß Jens Richmann (stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen e.V.). Fragen Sie sich: Was für einen Rauchmelder möchte ich kaufen? Benötige ich funkvernetzte Melder oder sind besondere Lösungen gewünscht – wie Rauchmeldersysteme für Gehörlose? Lege ich Wert auf Komfort-Funktionen oder das Design der Melder? Möchte ich so wenig Wartungsaufwand wie möglich? Will ich die Rauchmelder selbst anbringen? Möchte ich als Eigentümer und Vermieter einer oder mehrerer Immobilien einen fachkundigen Dienstleister mit der Installation und Wartung der Rauchmelder beauftragen?

            Auf die Pflege kommt es an

„Nur ein funktionierender Rauchmelder kann Leben retten“, sagt Stefan Becker. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Funktionsfähigkeit des Rauchmelders mindestens einmal im Jahr durch Betätigung des Testknopfes zu prüfen. „Zudem empfiehlt es sich, den Rauchmelder vor längeren Urlaubsreisen zu überprüfen“, ergänzt Michael Klier. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, ob der Rauchmelder verschmutzt ist, denn dies beeinträchtigt ebenfalls die Funktionsfähigkeit.

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