Neue „BuMa“ für Feuerwehren – Öffentlichkeitsarbeit als Zukunftsprozess begreifen

Neben retten, löschen, bergen, schützen als klassische Aufgaben der Feuerwehren rückt ein weiteres Aufgabenfeld immer mehr in den Vordergrund: Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die Verbreitung von Präventionsthemen, die Berichterstattung aus Einsätzen, die Warnung der Bevölkerung oder das Thema Mitgliedergewinnung sind hierfür nur einige Beispiele. Dass dies nicht nebenher geht und dass hierfür eigene Fachkräfte erforderlich sind, haben die meisten Feuerwehren in der Region längst erkannt. Nun wurden in einem weiteren 40stündigen Lehrgang, den der Kreisfeuerwehrverband Gießen in Langgöns-Cleeberg ausgerichtet hat, weitere 11 neue „Fachberater Bevölkerungsinformation“ (BuMa) ausgebildet. Durchgeführt wurde die Ausbildung durch die FeuerwehrAgentur, die das Ausbildungskonzept des „BuMa“ 2008 entwickelt und seit dem bundesweit mehr als 1.000 dieser Fachkräfte ausgebildet hat.

Für den Kreisfeuerwehrverband Gießen ist das Thema besonders wichtig, wie der Vorsitzende Michael Klier berichtet: „Außenkommunikation ist eindeutig eines der zentralen Zukunftsthemen, dass über Wohl und Wehe einer Feuerwehr entscheidet. Es ist wichtig, dass wir hier Kompetenzen in den Feuerwehren schaffen und auch den Blick aus den Augen unserer Zielgruppen nicht scheuen dürfen.“ So erklärt sich auch das breit gefächerte Ausbildungspensum, wie der Lehrgangsleiter Martin Lutz erläutert „Es geht um drei Dinge. Zuvorderst den Perspektivwechsel, Feuerwehr muss in ihrer Kommunikation lernen, die Perspektive der Zielgruppen einzunehmen. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Zum zweiten müssen die zukünftigen BuMa bestimmte Dinge selber können, zum Beispiel mediengerechtes Schreiben als absolute Kernkompetenz, zudem rechtssicheres Handeln und das Bespielen von Internet- oder Facebookseiten und die Bevölkerungsinformation aus dem Einsatzgeschehen heraus. Als drittes müssen die BuMa die Grundfunktionen von Marketingprozessen kennen – nicht „können“, aber beurteilen, welche Maßnahmen erforderlich sind und diese einschätzen.“ Auch für den Kreisbrandinspektor Mario Binsch ein sehr wichtiges Handlungsfeld „Mitgliedergewinnung und Herstellung von Transparenz der Feuerwehren gegenüber der Öffentlichkeit sind aus unserer Sicht wichtige Themen. Die professionelle, angemessene und rechtssichere Bevölkerungsinformation  durch Fachkräfte aus dem Einsatzgeschehen heraus ist mittlerweile etwas, auf das einsatztaktisch aus unserer Sicht gar nicht mehr verzichtet werden sollte.“

Die Teilnehmer des Lehrgangs waren: 

Nr.

Name

Organisation

1

Michael GILLMANN

Feuerwehr Langgöns

2

Daniel MÖLLENBECK

Feuerwehr Langgöns

3

Noah MICHAEL

Feuerwehr Langgöns

4

Steffen FRANK

Feuerwehr Lollar

5

Selina WAGNER

Feuerwehr Allendorf/Lumda

6

Kirsten JUNG

Feuerwehr Staufenberg

7

Daniela JENSEN

Regierungspräsidium Gießen

8

Ricarda JENSEN

DRK Mittelhessen

9

Eric LAPP

Feuerwehr Aßlar

10

Daniel BROZIO

Feuerwehr Limeshain

11

Henrik NEUMANN

Feuerwehr Solms

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